Pilgerbuch

* Ortsangabe deutsche Pilgervesper im Pilgerbuch
Im Pilgerbuch ist in der Programmübersicht vermerkt, dass es eine Deutsche Pilgervesper am Mittwoch, den 23. Januar um 18:30 Uhr, in der Kirche Nstr. Sig. del Carmen gibt. Diese Information stammt aus einer Zeit, als vieles in der Planung noch sicher schien. Aufgrund der sich ständig ändernden Sicherheitsvorkehrungen und Planänderungen könnte ein solcher Pilgerabend stattfinden und zufällig auch an diesem Ort aber er könnte auch schlicht nicht stattfinden.

* Youth Hearing von BDKJ und Adveniat
Das Youth Hearing wird am Mittwoch, den 23.1.19 in der Zeit von 15.00-17.30 Uhr stattfinden und richtet sich an alle deutschen Pilgerinnen und Pilger. Bitte merkt euch und euren Gruppen den Termin weiterhin vor. Den Ort können wir hierzu aber auch noch nicht sicher benennen.

* Jugendpastoraler Empfang
Der jugendpastorale Empfang richtet sich an die Verantwortlichen der jeweiligen Bistumsdelegationen. Er wird auch am Mittwoch, den 23.1.19 um 20:00 Uhr stattfinden. Auch hier können wir den Ort noch nicht sicher angeben.

* Das Sakrament der Versöhnung
Auf dem Weltjugendtag wird es für unsere Pilgerinnen und Pilger wieder bei den Katechesen, dann nochmal besonders am Freitag, und auch im großen „Beichtpark“ die Möglichkeit geben, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Im Pilgerbuch findet ihr zur Vorbereitung auf dieses wichtige Sakrament zwei Methoden an unterschiedlichen Stellen: einmal einen relativ klassischen Beichtspiegel von YouCat und dann, da es beim letzten Mal dazu Kritik in Form und Inhalt gab, ein Tool, wie ich eine richtige Entscheidung treffe. Dies gilt zuerst für Alltagsentscheidungen und dann natürlich auch Lebensentscheidungen.

Zusätzlich findet ihr hier noch weitere Methoden. Bitte wählt selbst aus, welche Methoden ihr nutzen wollt. In dieser mehrfachen Reflexion hoffen wir, euren Pilgerinnen und Pilgern einen guten Zugang zu diesem Sakrament geben zu können.

Die folgenden Texte und Methoden wollen dazu Anregung geben, mit einer Gruppe oder Einzelpersonen über Werte und Normen ins Gespräch zu kommen und dienen so der Gewissensbildung.

 

Welche Werte sind Christinnen und Christen wichtig? Dazu einige Bibeltexte...

 

Die Seligpreisungen (Mt 5,3-12)

 

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.

Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel. So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt.

 

Salz der Erde, Licht der Welt (Mt 5,13-16)

 

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden.

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

Von der falschen und rechten Sorge (Mt 6,25-34)

 

Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?

Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern?

Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.

Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.

Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!

Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?

Denn nach alldem streben die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.

Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.

Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.

 

 

Die Goldene Regel (Mt 7,12)

 

Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.

 

Vom Herrschen und vom Dienen (Lk 22,24-27)

 

Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei.

Da sagte Jesus zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker und die Vollmacht über sie haben, lassen sich Wohltäter nennen.

Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Jüngste und der Führende soll werden wie der Dienende.

Denn wer ist größer: Der bei Tisch sitzt oder der bedient? Ist es nicht der, der bei Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie der, der bedient.

 

Vom Weltgericht (Mt. 25,31-46)

 

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.

Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!

Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen;

ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben?

Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben?

Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht.

Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?

Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.

 

 

 

Methode I: Schneeballschlacht

 

Welche Werte sind wirklich wichtig?

Ziele: Die Teilnehmenden tauschen sich über verschiedene Werte aus und priorisieren diese.

Material: Kärtchen, Stifte

Gruppe: ab 10 Teilnehmende; für gemischte und geschlechtergetrennte Gruppen

Dauer: ca. 60 – 90 Minuten (je nach Gruppengröße)

 

Hinweise für die Leitung:

Es geht nicht darum, einzelne Werte ab- oder andere aufzuwerten.
Die Teilnehmenden sind daher aufgefordert, in einen fairen Dialog zu treten.

 

Kurzbeschreibung

Die Teilnehmenden tauschen sich in Kleingruppen über Werte aus und stellen ihre Ergebnisse anschließend zur Diskussion.

Vorbereitung: keine

 

Beschreibung: Die Teilnehmenden nennen verschiedene Werte, die ihnen spontan einfallen. Die Leitung sammelt etwa 15 bis 20 Werte und notiert sie auf Moderationskarten oder einem Flipchartpapier. Jetzt suchen sich die Teilnehmenden einen Wert aus, der ihnen am wichtigsten ist und schreiben diesen auf eine Karte. Nun finden sich jeweils Paare zusammen, die sich darauf einigen müssen, welcher Wert ihnen wichtiger ist. Darüber hinaus müssen sie sich auf eine gemeinsame Begründung einigen. Im Anschluss bilden sich Vierergruppen mit demselben Auftrag: Die Gruppe muss sich auf einen Wert einigen und diese Einigung begründen. Je nach Gruppengröße kann man das Spiel auch noch in 8er- und 16er-Gruppen fortsetzen. Die Gruppen stellen ihr Ergebnis vor und begründen es.

Die Ergebnisse werden im Anschluss ebenso diskutiert wie der Prozess: Warum sind Werte ausgeschieden? Warum haben die Werte, die ausgewählt wurden, anscheinend eine höhere Priorität?

 

Variation

Die Leitung sammelt selbst Werte und lässt die Teilnehmenden blind Kärtchen mit den verschiedenen Werten ziehen. Die Begriffe auf den Kärtchen können mit einer

Erklärung versehen sein. Dies spart Zeit in der Durchführung

(etwa 15 –20 Minuten), erfordert aber entsprechend mehr Zeit in der Vorbereitung.

 

 

 

Methode II: Meine Beziehungsideale

 

Ziele: Die Teilnehmenden reflektieren die Entwicklung ihrer persönlichen Beziehungsideale im Hinblick auf ihre Mitmenschen in ihrer näheren Umgebung.

(Eltern, Freund/-in, Freundeskreis)

 

Material: DIN A3 Blatt mit Grobzeichnung eines Baumes, Stifte, Kreiden

Gruppe: 6 –12 Teilnehmende; für gemischte und geschlechtergetrennte Gruppen

Dauer: 60 Minuten

 

Hinweise für die Leitung

Es ist wichtig, dass die Teilnehmenden selbst entscheiden, wie viel sie zu dem,

was sie gemalt oder geschrieben haben, erläutern wollen.

 

Kurzbeschreibung:

Die Teilnehmenden schreiben oder malen ihre persönlichen

Beziehungsideale. Hierfür nehmen sie das Symbol Baum zu Hilfe.

Vorbereitung: Skizze eines Baumes kopieren

 

Beschreibung: Die Teilnehmenden erhalten ein Blatt mit der Skizze eines

Baumes. Sie können diesen jedoch auch selbst zeichnen. Mit Hilfe von Impulsfragen bemalen oder beschriften die Teilnehmenden nun die Zeichnung des Baumes.

Mögliche Impulsfragen können sein:

 

Was sind meine Wurzeln?

Was gibt mir Halt? (Stamm, dicke Äste)

Wie möchte ich meine Beziehungsideale leben?

Welche Ideale kann ich derzeit gut umsetzen? (Obst)

Was würde ich gerne verändern? (Fallobst)

Wovon träume ich? (Knospen)

 

Im Anschluss stellen sich die Teilnehmenden die gestalteten

Bäume in Dreiergruppen gegenseitig vor.

 

(beide Methoden leicht angepasst aus: erste allg. Verunsicherung, KJG-Bundesverband)

 

 

 

Methode III: Positive Gewissenserforschung

 

Hast du schon einmal geschwiegen, obwohl du dich verteidigen wolltest? Hast Du stillgehalten, obwohl du ungerecht behandelt wurdest?

Hast du schon einmal verziehen, obwohl du keinen Lohn dafür erhieltest und man dein schweigendes Verzeihen als selbstverständlich annahm?

Hast Du Verzeihung geschenkt, obwohl die Bitte darum vermutlich nicht aufrichtig war? Hast Du innerlich wirklich verziehen und den wieder liebgewonnen, der Dich so verletzt hat?

Warst du schon einmal restlos einsam? Warst Du einsam, weil Du einem Versprechen treu geblieben bist? Hast Du Einsamkeit ausgehalten, weil die Gesellschaft anderer Menschen nur mit der Verleugnung Deiner christlichen Grundsätze erkauft werden konnte?

Hast du dich schon einmal zu etwas entschieden, rein aus dem inneren Spruch deines Gewissens heraus? Hast Du schon einmal eine Entscheidung gefällt, indem Du intensiv gebetet hast?

Hast du schon einmal versucht zu lieben, wo keine Welle einer gefühlvollen Begeisterung dich trägt, wo alles ungreifbar und scheinbar sinnlos zu werden scheint?

Hast Du einen Streit beendet, indem Du auf Dein Recht verzichtet hast? Bist Du einem Konflikt aus dem Weg gegangen, indem Du einen wirklichen Nachteil ertragen hast? Aus Liebe zu einem rechthaberischen Menschen?

Hast du einmal eine Pflicht getan, wo man sie scheinbar nur tun kann mit dem Gefühl der Selbstverleugnung? Hast Du in Treue zu Deinem Glauben gehandelt, wo andere von einer entsetzlichen Dummheit gesprochen haben? Wo es Dir niemand dankt?

Warst du einmal gut zu einem Menschen, von dem kein Echo der Dankbarkeit und des Verständnisses zurückkommt, und du auch nicht durch das Gefühl belohnt wurdest, »selbstlos« oder »anständig« gewesen zu sein?

Was war das letzte Lob, dass Du jemanden ausgesprochen hast?

Hast Du Dich in letzter Zeit entschlossen, ein wenig mehr für Deinen Glauben - Deine Beziehung zu Gott - zu tun? Und Deinen Entschluss auch ein wenig in die Tat umgesetzt?

Hältst Du Dich für einen sympathischen und ziemlich liebenswerten Menschen?

Hast Du im Stillen - im Privaten - ganz für Dich selbst - schon einmal ein Opfer gebracht, nur Gott zu liebe?

Hast Du jemandem Dein Gebet versprochen und es auch verrichtet?

Hast Du schon einmal die Wahrheit gesagt, obwohl es Dir nur Ärger eingebracht hat? Bemühst Du Dich, Deine Ehrlichkeit nicht zu bereuen, sondern als Zeichen Deiner Liebe zu Gott zu schätzen?

Hast Du einem Menschen ein gutes Wort geschenkt, zu dem Du Dich nicht durch Sympathie hingezogen fühltest? Sondern nur aus dem Bewusstsein heraus gehandelt, dass auch dieser Mensch ein geliebtes Geschöpf Gottes ist?

Wann hast Du das letzte Mal bewusst die Stille gesucht? Nicht, um zu schlafen oder zu träumen, sondern um die Stille auf Dich wirken zu lassen?

Hast du schon einmal etwas drangegeben, ohne Dank, ohne Anerkennung, selbst ohne das Gefühl einer inneren Befriedigung?

Worauf hast Du in der Fastenzeit verzichtet - nur aus einer liebevollen Solidarität mit Christus heraus?

Wann hast Du einen beinahe eingeschlafenen Kontakt zu einem Menschen von Dir aus wieder belebt - ohne dass Du ein Anliegen hattest?

Wie lange ist es her, dass Du in Ruhe mit Gott gesprochen hast?

Hattest Du schon einmal das Gefühl, dass Gott Dir einen Engel geschickt hat?

Erinnerst Du Dich daran, dass Du Gott aus ganzem Herzen gedankt hast, weil sich etwas erfüllte, um das Du zuvor gebeten hattest?

Und kannst Du Dich auch daran erinnern, dass Du Gott dafür gedankt hast, dass er eine Deiner Bitten nicht erfüllte, sondern Dir eine andere und größere Freude bereitete?

(Methode aus: www.karl-leisner-jugend.de)